Verkehrswacht spendet Fahrräder

Daniel Simmer, Stephan Bäcker, Gerhard Stark und Karl-Heinz Simmer

Die Jugendverkehrsschule Dautphetal spendete dem Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf für das Fahrradprojekt zwölf ausrangierte Kinderfahrräder. Als Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, welche die Jugendverkehrsschule betreut, freuten sich Klaus Schnitzky und Volker Plewka, dass sie mit den Rädern dieses Projekt unterstützen konnten.

Der Leiter der Jugendverkehrsschule, Stephan Bäcker, übergab Sozialarbeiter Daniel Simmer die 20 und 24 Zoll großen Fahrräder an der Jugendverkehrsschule, wo schon Generationen von Schulkindern ihren „Fahrradführerschein“ gemacht haben. Bevor gespendete Fahrräder an finanziell bedürftige Menschen weitergegeben werden, überprüfen Gerhard Stark und Karl-Heinz Simmer diese auf ihre Fahrtauglichkeit und reparieren sie, sofern erforderlich. Bei den kleinen Drahteseln der Verkehrswacht, die sich unter anderem eine verbesserte Sicherheit im Straßenverkehr zum Ziel gesetzt hat, bestand da freilich wenig Handlungsbedarf. Zwei der Räder haben bereits einen neuen Besitzer gefunden.

Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk, freut sich, dass die Fahrradwerkstatt so gut Fahrt aufgenommen hat. „Wir sind froh, dass wir zwei so fachlich versierte ehrenamtlich Mitarbeitende gewinnen konnten, die sich sowohl um die Reparaturen wie auch um die Weitergabe der Räder kümmern“, so Kretz. „Dankbar sind wir auch allen Spendern, die das Projekt mit zahlreichen Damen- und Herrenrädern unterstützt haben. Die Kinderräder der Verkehrswacht sind da eine optimale Ergänzung zu dem Angebot.“ Er ist sich sicher, dass die Räder den Kindern, die sie nun erhalten werden, noch lange Freude bereiten. Wer sich mithilfe eines Fahrrads etwas mehr Mobilität wünscht, aber nur über ein kleines Einkommen verfügt, kann sich gerne im Diakonischen Werk, Mühlweg 23 in Biedenkopf melden. Ausgabe der Räder ist montags von 14 – 15:30 Uhr. Ansprechpartner bei weiteren Fragen ist Daniel Simmer, Telefon 06461-95400.

Vortrag in der Seniorenbegegnungsstätte Biedenkopf

Eine filmische Reise durch das Hinterland mit zum Teil ungewöhnlichen Perspektiven bot Karl Krantz von der Volkshochschule den gut 30 Besuchern der Seniorenbegegnungsstätte Biedenkopf. Unter den Gästen waren auch zahlreiche Bewohner des Seniorenzentrums Lahnaue vom Deutschen Roten Kreuz. Helmut Kretz vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf verdeutlichte bei seiner Begrüßung, wie die Seniorenbegegnungsstätte auch dank der der Kooperationspartner mit Leben gefüllt wird. Das Diakonische Werk hat seit gut zwei Jahren die inhaltliche Ausgestaltung dieses Treffpunkts für ältere Menschen übernommen. Zu den Kooperationspartnern gehören neben dem Deutschen Roten Kreuz und der evangelischen Kirchengemeinde auch die Volkshochschule, die von Zeit zu Zeit Vorträge zu den unterschiedlichsten Themen anbietet.

Der gut einstündige Film über das Hinterland zeigte den Besuchern die Schönheiten der näheren Umgebung. Krantz hatte im Laufe eines Jahres alle Orte besucht und mit einem Wechsel aus Nah- und Luftaufnahmen dokumentiert. Neben Informationen zu geschichtlichen Besonderheiten bietet der Film auch Einblicke ins dörfliche Leben, wie das Vorbereiten eines Dorffestes oder das gemeinsame Brotbacken. Krantz erklärte, einen Lieblingsort im Hinterland habe er nicht: "Ob groß oder klein, es ist überall verschieden und überall schön." Die Besucher der Seniorenbegegnungsstätte konnten sich am Ende des Beitrags sicher sein: Sie leben dort, wo andere gerne Urlaub machen würden.

Die Seniorenbegegnungsstätte in der Bachgrundstraße 24 1/2 ist jeweils montags, dienstags und donnerstags von 14 - 17 Uhr geöffnet. Ältere Menschen, denen zuhause ab und zu "die Decke auf den Kopf fällt" sind herzlich eingeladen sich den munteren Senioren anzuschließen, die gemeinsam basteln, spielen, singen oder mit interessanten Vorträgen ihren Horizont erweitern. Dabei werden sie von ehrenamtlich Mitarbeitenden bewirtet und dürfen sich verwöhnt fühlen. Wer Unterstützung für den Weg zur Begegnungsstätte benötigt, kann sich an das Diakonische Werk wenden, Telefon: 06461-95400.

Die Besucher der SBS lauschen aufmerksam.
Karl Krantz stellt seinen Film über das Hinterland vor.

Fahrradprojekt in Biedenkopf

Gespendete Fahrräder fahrtauglich machen und dann an finanziell bedürftige Menschen weitergeben - das ist das Konzept des Fahrradprojekts vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf. Bereits vor vier Jahren wurde es mit Hilfe von zwei ehrenamtlich Mitarbeitenden im Rahmen des HiNN (Hinterländer Netzwerk Nachbarschaftshilfe) ins Leben gerufen. Wer mit einem nicht mehr genutzten Fahrrad einem anderen Menschen eine Freude machen möchte, kann dieses Freitags in den Zeiten von 9 bis 10 Uhr und von 12 bis 13 Uhr im Diakonischen Werk im Mühlweg 23 in Biedenkopf abgeben. Die Weitergabe der Fahrräder ist jeweils montags von 14 bis 15:30 Uhr.

"Mit dem Fahrradprojekt kann Menschen auf einfachem Weg wirkungsvoll weitergeholfen werden", erklärt der zuständige Sozialarbeiter Daniel Simmer. Der für die Empfänger der Fahrräder entstehende Mobilitätsgewinn sei im ländlichen Raum nicht zu unterschätzen, so Simmer. "Mich hat vor allem die Anzahl der Fahrräder beeindruckt, die dadurch einen neuen Besitzer gefunden haben." Mehr als 130 Stück konnten bisher vermittelt werden. Simmer möchte auch den Spendern auf diesem Weg einen herzlichen Dank aussprechen.

Seit Beginn ist Gerhard Stark ehrenamtlich mit im Einsatz. Zu dem Zeitpunkt gerade frisch in Rente gegangen, liegt ihm seither die Reparatur und Vermittlung der Räder am Herzen. "Ich fahre selbst gerne Fahrrad und schraube gerne daran", so Stark. Er behebt vorhandene Mängel und macht die Drahtesel fahrtauglich. Er weiß inzwischen, dass Räder in allen Größen gesucht werden, aber auch, dass sich solche ohne Gangschaltung nicht mehr vermitteln lassen. Diese werden daher nicht mehr angenommen, mit Ausnahme von Rädern für Kleinkinder. Neu im Team der Ehrenamtlichen ist Karl-Heinz Simmer. Er steigt für den inzwischen ausgeschiedenen Klaus Rompf ein.

Helmut Kretz, Koordinator für die Standorte Biedenkopf und Gladenbach sieht in diesem Projekt ebenso wie in den Kleiderläden des Diakonischen Werks auch den Umweltaspekt als Gegenpol zur Wegwerfgesellschaft: "Hier werden ausrangierte Fahrräder noch gut genutzt und machen anderen Menschen eine Freude". Das Diakonische Werk freut sich über weitere Fahrradspenden, Ansprechpartner bei weiteren Fragen ist Daniel Simmer, Telefon 06461-95400.

Der Eingang ist an der Seite zur Lahn, die untere Tür, gegebenenfalls oben klingeln!

Wohnungsnotfallhilfe bietet Sprechstunde in Biedenkopf

Sozialarbeiter Alexander Becker

Jeden 2. Mittwoch im Monat von 14 - 17 Uhr im Mühlweg 23

Räumungsklage, Zwangsräumung, Wohnungslosigkeit: Was für die meisten Menschen klingt wie aus einer fremden Welt ist für manche raue Realität und längst kein reines Großstadtproblem mehr. „Auch bei uns leben Menschen in unsicheren Wohnverhältnissen“, weiß Helmut Kretz aus seiner Arbeit. Als Fachbereichsleiter ist er unter anderem für die Wohnungsnotfallhilfe zuständig.

Bereits jetzt nutzen Menschen aus dem Dekanat Biedenkopf-Gladenbach die Fachberatungsstelle und auch die Tagesaufenthaltsstätte für wohnungslose Menschen, die das Diakonische Werk in Marburg vorhält. Um die Wege für die Betroffenen kurz zu halten wurde zum Jahresbeginn eine zusätzliche Sprechstunde in Biedenkopf eingerichtet.

Jeweils jeden zweiten Mittwoch im Monat von 14 – 17 Uhr steht Sozialarbeiter Alexander Becker Ratsuchenden, die wohnungslos oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind, im Mühlweg 23 als Ansprechpartner zur Verfügung. Er kann über gesetzliche Ansprüche aufklären, nach Wohnungen und Unterkünften suchen, mit Kommunen, Behörden und Vermietern Kontakt aufnehmen und gegebenenfalls mit Gläubigern Ratenzahlungen vereinbaren.

Wenn jemand schon buchstäblich auf der Straße steht, wendet sich Becker zunächst an die Stadt oder Gemeinde, in der die hilfesuchende Person gemeldet ist. „Bei unfreiwilliger Obdachlosigkeit muss die Kommune eine Unterkunft bereitstellen“, erklärt der Sozialarbeiter. Eine weitere Hürde für wohnungslose Menschen ist der Zugang zu Sozialleistungen, für die eine Postadresse erforderlich ist. „Leistungen erhält nur, wer sich verpflichtet, werktäglich postalisch erreichbar zu sein“, so Becker. In der Fachberatungsstelle Wohnen in Marburg werden daher Postadressen für Klienten eingerichtet, damit diese ihre Leistungsansprüche geltend machen können.

Bei drohender Wohnungslosigkeit ist es zumeist erforderlich, schnell zu handeln. Daher ist es auch außerhalb der Sprechstunde in Biedenkopf möglich, den Sozialarbeiter zu kontaktieren. Bei Bedarf kann Becker auch außerhalb der Sprechstunde einen Termin in Biedenkopf vereinbaren. Er ist telefonisch unter 06421-948777 erreichbar und per Mail unter alexander.becker(at)ekkw.de.

Was geht mit wenig Geld - Neuauflage wird vorgestellt

„Was geht mit wenig Geld“ heißt die Broschüre des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf, die nun zum 3. Mal aktualisiert und neu aufgelegt werden konnte. „Die Broschüre ist der einzige Wegweiser, in dem ein Großteil aller Angebote für Menschen mit kleinem Einkommen in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengestellt sind“, so Ulrich Kling-Böhm, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf. Der Leser findet hier sowohl Beratungsangebote zu finanziellen Fragen, als auch konkrete Möglichkeiten für günstige Einkäufe oder kulturelle Teilhabe. Kling-Böhm begrüßt die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, der die Druckkosten für die 2.000 Exemplare übernommen hat. Dass die gedruckte Fassung auch in Zeiten von Internet und Smartphone ihre Berechtigung hat, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Die vorherigen Auflagen der inzwischen 48 Seiten starken A 5 Broschüre waren jeweils schnell vergriffen.  

Joachim Hikade, stellvertretender Leiter des KreisJobCenters bezeichnete den Wegweiser als umfassend und übersichtlich. Er sagte: „Für Leute mit dauerhaft geringem Einkommen ist das eine gute Hilfe“. 1. Kreisbeigeordneter Marian Zachow sieht in der Broschüre ebenso einen Wegweiser und Türöffner für Betroffene und Berater, wie auch eine Vermesser der sozialen Landschaft im Landkreis. „Beim Durchblättern stellt man fest, wie weit das Feld der sozialen Angebote ist“, sagte Zachow. Auch beim „Schmökern“, also bei nicht gezielter Suche, lasse sich hier etwas finden.

Die Broschüre wurde inzwischen an verschiedene Kommunen, Einrichtungen und Institutionen verteilt. Geplant ist zudem sie an Kirchengemeinden, Schulen, Kindertagesstätten und Vereine weiterzugeben. Digital kann die Broschüre hier heruntergeladen werden.

Helmut Kretz, Judith Traxel und Ulrich Kling-Böhm vom Diakonischen Werk gemeinsam mit Marian Zachow, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und Joachim Hikade, stellvertretender Leiter vom KreisJobCenter

Dringende Bitte um Hilfe!

Verstanden werden und satt werden – dazu reicht es leider nicht mehr!

Weit über 400 geflüchtete Menschen sind 2017 bereits erstmals in die Beratungen des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf gekommen. Vorwiegend natürlich in die Flüchtlings- und Migrationsberatung, aber auch in die Sozialberatung, die Erziehungsberatung, die Schwangerenberatung und die Suchtberatung. Dazu kommen all diejenigen, die bereits seit 2016 oder gar früher unsere Beratungen in Anspruch nehmen. Viele haben erstaunlich schnell und gut Deutsch gelernt. Für den Alltag reicht es in der Regel. Aber um tiefer gehende Probleme äußern und bearbeiten zu können, braucht es immer noch Dolmetscher. Eine qualifizierte Dolmetscherstunde kostet in der Regel mindestens ca. 35,-- Euro, oft mehr. In der Regel gibt es niemanden, der die Kosten übernimmt. Also tun wir das aus Spendenmitteln. 2017 haben wir dafür bis jetzt 1.500,-- Euro erhalten, aber bis Ende Juli schon 2.100,-- Euro aufwenden müssen, trotz größter Sparsamkeit. Wir brauchen dringend etwa 100 Menschen, die uns jeweils eine Dolmetscherstunde zu 35,-- Euro spenden!

Ähnlich sieht es mit den Lebensmittelpaketen aus, die wir für Bedürftige, die durch alle Raster fallen und auch gerade „Tafelpause“ (ja, das gibt es!) haben, bereitstellen. Auch da benötigen wir dringend 100 Menschen, die uns Wochenendpakete für ca. 10,-- Euro spenden!

Bitte spenden Sie auf unser Konto: IBAN DE81 5206 0410 0002 8001 01, Kontoinhaber: Kirchenkreisamt Kirchhain – Marburg  Verwendungszweck:  Spende DWMB Dolmetscher oder Spende DWMB Lebensmittel. Wenn Sie beim Verwendungszweck auch ihre Straße, Hausnummer und Postleitzahl angeben (Beispiel: Spende DWMB Dolmetscher Haspelstr. 5 35037), senden wir Ihnen gern eine Spendenbestätigung zu!