Mit digitaler Technik Kontakt zu Senioren halten
Projekt des Diakonischen Werks ergänzt bisherige Gruppenangebote

„Hoffnungsschimmer 22“ heißt das neue Projekt, mit dem die digitale Technik Einzug in die Seniorenarbeit des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf erhält. Dank einer zweijährigen Förderung der Stiftung DiaDem der Diakonie Hessen in Höhe von 27.400 Euro kann die Idee, Kontakte und Beschäftigung via Tablets zu gestalten, nun umgesetzt werden. Die Stiftung fördert Projekte, mit denen die Lebensqualität dementer Menschen und deren Angehörigen verbessert werden kann. Gabriele Hösl-Brunner, Referentin der Abteilung Gesundheit, Alter und Pflege in der Diakonie Hessen überreichte den symbolischen Scheck. Sie weist auf die Bedeutung dieses Angebotes hin, mehr älteren Menschen digitale Technik für ihre Belange zugänglich und nutzbar zu machen. Sie wünscht dem Projekt viel Erfolg und das sich viele freiwillig Engagierte an dieser so wichtigen Arbeit beteiligen, um ein weiteres Angebot in der Region etablieren zu können.

Das Konzept für das neue Projekt hat Diplom-Sozialarbeiterin Diana Gillmann-Kamm aufgrund der Abstandsgebote in der Pandemie entwickelt. Sie ist im Diakonischen Werk zuständig für den Bereich Senioren- und Angehörigenberatung mit Schwerpunkt Demenz. „Der Hoffnungsschimmer 22 ist eine weitere Möglichkeit, auch jetzt im Winter mit den älteren Menschen in Kontakt zu bleiben“, sagt Gillmann-Kamm. Zwar haben die Cafés in Angelburg und Dautphetal für Menschen mit und ohne Demenz inzwischen in den Sommermonaten wieder geöffnet. Doch nun, wo die Zahlen der mit Corona infizierten Personen ansteigen und es schwieriger ist, sich draußen oder zumindest bei geöffnetem Fenster zu begegnen, erscheinen Treffen mit einer großen Gruppe von Senioren zu riskant. „Wir haben überlegt, Angebote für ältere und dementielle Menschen zu schaffen in Zeiten, in denen persönliche Begegnungen schwierig sind“, erklärt Sven Kepper, Diakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Er hält lebenslanges Lernen für möglich und sieht in den Möglichkeiten, welche die Tablets bieten, eine gute Ergänzung zur bisherigen Arbeit.

Vorläufig ist der Hoffnungsschimmer 22 noch in der Startphase. Zunächst werden Gäste und ehrenamtlich Mitarbeitende in kleinen Gruppen an den Tablets geschult. Aufgrund der guten technischen Ausstattung kann hierzu der Raum im Pflegeheim Assmanns Mühle in Gönnern genutzt werden, in dem auch die Cafénachmittage stattfinden. Gemeinsam wird probiert, was möglich ist - Videokonferenzen, oder doch lieber eine App, um das Gedächtnis zu trainieren? „Ich glaube der Spaß ist wirklich vorprogrammiert“, so Kepper. Das Wichtigste daran sei, in Kontakt zu bleiben und Corona damit aktiv entgegenzutreten. „Die Menschen freuen sich, dass sie sich begegnen können. Unsere Botschaft ist: Ihr seid nicht allein zuhause“, sagt Gillmann-Kamm.

 

Kleinwohnformen als Lösung für wohnungslose Menschen
Aktionen auf dem Lutherischen Kirchhof zum Tag der Wohnungslosen

Wie würden wohnungslose Menschen gerne leben? Das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf nutzte den Tag der Wohnungslosen um die Aufmerksamkeit auf Menschen ohne Obdach oder in schwierigen Wohnverhältnissen zu lenken. Ziel dabei war nicht nur, ein breites Bewusstsein für dieses Thema in der Bevölkerung zu schaffen, sondern auch, Lösungsansätze vorzustellen und eine Diskussion zu ermöglichen. Den Auftakt zu den Aktionen auf dem Lutherischen Kirchhof in Marburg bildete ein Freiluftgottesdienst, den Pfarrer Ulrich Biskamp und Diakoniepfarrer Sven Kepper gemeinsam gestalteten.

 

 

 

Wie sehr das Verhalten gegenüber Mitmenschen auch von dessen Äußeren bestimmt wird, verdeutlichte eine Anekdote über einen Pfarrer, der sich in seiner neuen Gemeinde zunächst als Obdachloser ausgegeben hatte.

Ergebnisse der Umfrage über Kleinwohnformen 

 

Im Anschluss daran stellten Selina Lutz und Dr. Stephanie Weiss von der Hochschule Luzern die Ergebnisse zu ihrer Umfrage „Kleinwohnformen – Wohn- und Lebensraum mit Potenzial?“ vor. 38 wohnungslose Menschen hatten hierfür ihre Wünsche und Vorstellungen geäußert, unter anderem zu Fragen nach Platzbedarf, Wohnqualität, Standort, Wohndauer, Infrastruktur und Mitbewohnern. Das sei sicher keine repräsentative Umfrage, jedoch seien Tendenzen erkennbar. So wolle beispielsweise der überwiegende Teil der Personen lieber allein wohnen. Die beiden Mitarbeiterinnen der Luzerner Hochschule zeigten unterschiedliche Kleinwohnformen auf, darunter auch Container, Fahrzeuge und Jurten.  

Lebhafte Podiumsdiskussion

In der nachfolgenden Podiumsdiskussion mit Moderator Micha Brandt stellten sich die beiden Frauen gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, Matthias Knoche, Geschäftsführer der GeWoBau Marburg und Jens Schneider von der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks den Fragen des Publikums. Dazu gehörten an jenem Tag auch etliche von Wohnungslosigkeit betroffene Männer und Frauen. Ein großer Diskussionspunkt waren auch die Obdachlosenunterkünfte im Ginseldorfer Weg. Offenbar geht die Planung derzeit in Richtung Renovierung statt Abriss. Spies verdeutlichte zudem, dass jeder wohnungslose Marburger einen gesetzlichen Anspruch auf ein Dach über dem Kopf habe. Voraussetzung sei, dass der Betroffene sich bei der Stadtverwaltung melde. „Wir haben den Anspruch, niemanden auf der Straße leben zu lassen, der das nicht möchte“, so der Oberbürgermeister. Zur Frage nach neuen Wohnformen für obdachlose Menschen, wünschte er sich ein „Möglichst buntes Angebot, das zu denen passt, die dort einziehen“. Auch Matthias Knoche, Geschäftsführer der GeWoBau Marburg, plädierte dafür, die vielfältigen und individuellen Bedürfnisse mit Kleinwohnformen umzusetzen. Er gab allerdings zu bedenken: „Du wirst nicht jedes Problem rechtzeitig lösen“. Zur Frage nach einer Zukunftsvision meinte Jens Schneider am Ende der Diskussion: „Ich glaube wir kommen zu besseren Ergebnissen, wenn wir alle miteinander reden“. 
 
Das Diakonische Werk kann dank Spendengeldern seit Januar 2021 zwei Wohncontainer als Notunterkunft zur Überlebenssicherung bereitstellen. Diese sind auch fast durchgängig belegt. Ein baugleicher Container ist als Ausstellungsstück noch bis zum 30. September auf dem Lutherischen Kirchhof zu sehen. Mit Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Salaten konnten sich die Anwesenden bei der zum Teil hitzigen Diskussion stärken. Für die musikalische Unterhaltung sorgte zum Abschluss die Band „Jazz Art Connection“.

 

 

Sie suchen eine sinnstiftende Tätigkeit?

Wir suchen Sie!

 

   

 

Für die Verstärkung unseres Teams suchen wir Personen, die sich ehrenamtlich für wohnungslose Menschen engagieren möchten. 

Was:

Gespendete Backwaren von einer Bäckerei abholen und in die Tagesaufenthaltsstätte (TAS) für wohnungslose Menschen bringen.

Wann:

Jeweils montags oder donnerstags wöchentlich oder 14-tägig ca. von 17.45 – 18.45 Uhr

Wo:

Marburg, Gisselberger Straße
 

Wir freuen uns auf Ihren Anruf!

Kontakt:

Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf
Gisselberger Str. 35, 35037 Marburg
Ansprechpartner: Das Team der TAS
Tel.: 0 64 21 – 161518
E-Mail: DWMBMarburgTAS@ekkw.de

 

Herzliche Einladung zum Tag der Wohnungslosen am 11. September

 

Die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf informiert rund um den Ausstellungscontainer „Elisabeth hat kein Bett“ an diesem Tag am lutherischen Pfarrhof ab 11 Uhr über das Leben von obdachlosen und wohnungslosen Menschen in Marburg.

 Im Rahmen der Veranstaltung präsentieren die beiden Leiterinnen des Projektes „Kleinwohnformen - Wohn- und Lebensraum mit Potenzial?“ der Hochschule Luzern, Selina Lutz und Dr. Stephanie Weiss die Ergebnisse der Befragung Marburger Bürgerinnen und Bürger, die von Obdach- oder Wohnungslosigkeit betroffenen sind. Die Präsentation stellt als Thema die Motive und Einschätzungen zu Kleinwohnformen der Befragten vor.

 Die Veranstaltung möchte in feierlicher Atmosphäre die Menschen würdigen, die auf der Straße leben. Dafür bietet der lutherische Pfarrhof Raum. Speisen und Getränke werden an diesem Tag für alle kostenlos serviert. Den musikalischen Rahmen setzt die Marburger Formation Jazz Art Connection.

 

Reparaturtreff in Gladenbach sucht Freiwillig Engagierte

 

Sind Sie handwerklich geschickt?

Und haben Lust, sich einmal im Monat für 3 Stunden ehrenamtlich zu engagieren?

Und haben Mittwochvormittags Zeit?

Dann passen Sie genau in unseren Reparatur-Treff! Dieser ist jeden 3. Mittwoch im Monat von 10 bis 13 Uhr im Secondhand Kleiderladen des Diakonischen Werkes in Gladenbach. Wir brauchen Sie dringend zur Verstärkung unseres Teams!

Wir freuen uns sehr, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen!
Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf
Marktstr. 7
35075 Gladenbach
Telefon: 06462-6558

Blick in den Laden und nähere Infos zum Reparaturtreff: Hier klicken!

Schutzcontainer als Wanderausstellung in Marburg

Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen


Der Raum ist winzig. Und die Ausstattung mit Bett, Stuhl und Heizkörper ausgesprochen überschaubar. Davon konnten sich auch die Besucher überzeugen, die zur Eröffnung der Ausstellung „Elisabeth hat (k)ein Bett“ auf dem Platz der weißen Rose in Marburg gekommen waren. Das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf bietet zum Jubiläumsjahr der Stadt mit einem Schutzcontainer Einblicke in die Lebenswelten obdachloser Menschen. Die etwa sechs Quadratmeter großen Container, von denen das Diakonische Werk dank Spendenmitteln zwei Stück anschaffen konnte, bilden dabei einen Baustein in einer Vielfalt von Hilfsangeboten für wohnungs- und obdachlose Menschen. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bekräftigte: „Wir brauchen unterschiedliche Angebote.“ Denn die Lebensgeschichten der betroffenen Menschen zeigen, dass es gilt, individuelle Lösungen zu finden. Mit dem Bibelzitat „Suche der Stadt Bestes“ verlieh der Oberbürgermeister seinem Wunsch Nachdruck, die Wohnungslosigkeit in Marburg in den nächsten fünf Jahren überwinden zu können.

Pfarrer Sven Kepper, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, erinnerte daran, dass mit der Herbergssuche von Josef und Maria schon zu Beginn der Christenheit die Bedeutung eines schützenden Obdachs eine wesentliche Rolle gespielt hat. Tatsächlich war auch die Heilige Elisabeth, die den Marburgern sicherlich als Schutzpatronin der Armen und Kranken bekannt ist, nach dem Tod ihres Mannes mit ihren drei kleinen Kindern im Winter 1227/1228 obdachlos. Bis heute führt Obdachlosigkeit zu einer der gravierendsten sozialen Notlagen und beeinträchtigt die Betroffenen massiv in ihren Menschenrechten. Betroffene haben keine Privatsphäre, keine Türe, die sie hinter sich schließen können.

Die Container sind in den vergangenen beiden Wintern als zeitweilige Unterkunft von verschiedenen Personen gut genutzt worden. „Hier können die Menschen zur Ruhe kommen, sich geschützt fühlen und Kraft tanken“, erklärte Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk. Davon konnten sich auch die Besucher der Ausstellung überzeugen, denen der kleine Raum in jedem Fall deutlich komfortabler schien, wie das Leben auf der Straße oder in einem Zelt.

 Zu den weiteren Angeboten der Wohnungsnotfallhilfe gehört die Fachberatung Wohnen und die Tagesaufenthaltsstätte für wohnungslose Menschen, in der die Besucher täglich eine warme Mahlzeit erhalten können, oder auch duschen und ihre Kleidung waschen oder wechseln können. Dank finanzieller Förderung der Stadt Marburg gibt es mit der „Straßensozialarbeit“ nun zusätzlich ein aufsuchendes Angebot. 20 Wochenstunden teilen sich das Diakonische Werk und die AIDS-Hilfe e. V. dabei in einem Gemeinschaftsprojekt. „Wir wollen die Menschen da erreichen, wo sie sich aufhalten“, erklärt Kretz. Musikalisch untermalt wurde die Ausstellungseröffnung vom gemischten Chor „Ock-Tave“ aus Ockershausen. Neben einigen Liedbeiträgen sangen die Chormitglieder gemeinsam mit den Anwesenden das Lied: „Sag mir, wo die Blumen sind.“

Im Laufe des Jahres wird der Container an folgenden Stellen auf unterschiedliche Weise über die Lebenssituation obdachloser Menschen informieren:

Bis zum 16.05.: Auf dem Platz der weißen Rose im Marburger Stadtwald
17.05. – 29.06.: Vor dem Erwin-Piscator-Haus
01.07. – 30.09.: Auf dem Lutherischen Pfarrhof

Zudem sind wechselnde Aktionen zu verschiedenen diakonischen Themen vor Ort geplant, unter anderem ein Kunstprojekt für die Außengestaltung des Containers. Genauere Hinweise hierzu finden sich im Internet auf dem Veranstaltungskalender unter: www.elisabeth-hat-kein-bett.de

Projekt #wärmespenden hilft wohnungslosen Menschen

Nia Künzer besucht die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks

 

Bei dem Wetter dauerhaft draußen schlafen – geht das überhaupt? Das fragte sich auch Nia Künzer bei ihrem Besuch in der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf. Die ehemalige Fußballspielerin der Frauen-Nationalmannschaft erhielt einen Einblick in die Arbeit der Tagesaufenthaltsstätte für wohnungslose Menschen (TAS) und der Fachberatung Wohnen. Zudem konnte sie sich vor Ort einen Eindruck von dem Containerprojekt verschaffen. Bereits im zweiten Winter stellt das Diakonische Werk wohnungslosen Menschen im Stadtgebiet zwei Schutzcontainer für den Aufenthalt und zum Übernachten zur Verfügung.

Künzer zeigte sich sehr interessiert an der Arbeit des Diakonischen Werks und stellte viele Rückfragen. Vor allem Fußballfans dürfte sie noch mit ihrem „Golden Goal“ gegen Schweden im Finale der Weltmeisterschaft 2003 in Erinnerung sein. Inzwischen arbeitet die Diplom-Pädagogin als Dezernatsleiterin beim Regierungspräsidium Gießen und ist dort unter anderem für die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge zuständig. Gemeinsam mit anderen Prominenten unterstützt sie zudem das Projekt „#wärmespenden“ der Diakonie Hessen und der Landesstiftung Miteinander in Hessen. Spenden von Privatpersonen werden verdoppelt um davon winterfeste Schlafsäcke, Isomatten, Zelte oder Gaskocher anzuschaffen. Diese werden an obdachlose Menschen weitergegeben. Die Diakonie Hessen verdeutlicht, dass gerade bei dieser Witterung ein winterfester Schlafsack überlebenswichtig sein kann.

Einen solchen Schlafsack überreichte Künzer symbolisch bei ihrem Besuch in Marburg an Gaby Jürgen, die dienstälteste Mitarbeiterin der TAS. Gemeinsam mit Sozialarbeiter Alexander Becker konnte die ehemalige Profi-Kickerin die Container besichtigen. „Es ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen“, erläuterte Becker das Konzept der Schutzräume, die sich abschließen und heizen lassen. Die beiden Container seien dauerhaft von unterschiedlichen Personen belegt. Er verdeutlichte, wie wichtig ein solcher Zufluchtsort ist, um sich von dem anstrengenden Leben auf der Straße zu erholen. Wenn die Menschen auf diesem Weg erstmal den Zugang zum Hilfeangebot des Diakonischen Werks hätten, könnten sich nach einer Phase der Stabilisierung mitunter nochmal neue Möglichkeiten eröffnen.

Nia Künzer fragte sich bei dem Besuch, wie es den Menschen möglich ist, bei diesen Temperaturen dauerhaft auf der Straße zu leben und zu schlafen: „Wir stehen hier seit einer halben Stunde und sind durchgefroren. Wenn ich mir vorstelle, bei diesem nasskalten, windigen Wetter den ganzen Tag draußen sein zu müssen. Kann man da überhaupt an Schlaf denken?“ Die Corona-Pandemie erschwert die Lebenssituation wohnungsloser Menschen noch einmal erheblich. Das zeigte Fachbereichsleiter Helmut Kretz auch am Angebot der TAS auf. Mahlzeiten können lediglich in einem Außenzelt eingenommen werden, welches mit Heizstrahlern und zwei Luftentkeimern ausgestattet ist. Lediglich sechs Besucher an Einzeltischen dürfen sich gleichzeitig im Zelt aufhalten. Daher werden 20-minütige Zeitfenster zum Essen ausgegeben. Für die Mitarbeitenden bedeutet das einen erheblich höheren Arbeitsaufwand. Dennoch möchten sie gerade ein grundlegendes Angebot wie eine warme Mahlzeit täglich für die wohnungslosen Menschen bereithalten. Toilette, Dusche, Waschmaschine und die Kleiderausgabe können weiterhin unter Einhalten der entsprechenden Hygieneregeln genutzt werden. Der prominente Gast zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Mitarbeitenden. Klar war am Ende des Tages: Der Bedarf ist vorhanden, wie die Besucherzahlen der TAS und der Fachberatung Wohnen zeigen.

Nia Künzer und Alexander Becker beim Schutzcontainer
Helmut Kretz, Gaby Jürgen und Nia Künzer im Zelt der TAS.

Geschenkboxen gegen die Kälte

Teenager- & Jugendkreis der Freien evangelischen Gemeinde Marburg sammelt Spenden

Rund um die Adventszeit packte der Teenager- & Jugendkreis der FeG Marburg über 40 Geschenkboxen, die liebevoll befüllt wurden. Nach den Gottesdiensten konnten die Gottesdienstbesucher diese Geschenkboxen dann gegen eine Spende erwerben. Dabei konnten sie zwischen einer „Backspaß-Box“ mit 2 Plätzchenbackmischungen und einer „Filmabend-Box“ mit Knabbereien und Getränken wählen. Von der Idee, über die Planung, bis hin zur Umsetzung, war es den rund 20 Teenagern und Jugendlichen so möglich, obdachlose Mitmenschen vor Ort zu unterstützen.

Die eigesammelte Spende von über 1.000 € wird der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf für Schlafsäcke, Isomatten, warme Schuhe und Jacken zugutekommen. Sie soll mit dazu beitragen, dass obdachlose Menschen in Marburg nicht frieren müssen und gut durch den Winter kommen.

Wohncontainer durch Spende vom Rotary Club Marburg-Schloss

Schutzraum für wohnungslose Menschen 

Nach Hause gehen, sich aufwärmen, eine warme Mahlzeit zubereiten … für die meisten Menschen ist das jetzt im Winter ganz normaler Alltag. Doch wie ist es für Menschen, die ohne Obdach sind?

Mit Spenden für das „Containerprojekt“ konnte die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf im vorigen Winter zwei Container als Schutzräume in Marburg aufstellen. Einzelne Personen halten sich meistens kurzfristig in den Containern auf, nutzen ihn als Rückzugsraum zum „Auftanken“ neuer Kräfte. Somit können im Laufe eines Jahres mehrere Menschen von dem Angebot profitieren.

Der erste Container konnte aufgrund einer Initialspende der deutschen Fußballnationalmannschaft und zahlreicher Spenden von Privatpersonen bereits im Frühjahr gekauft und nahtlos weiterbetrieben werden. Der Zweite wurde zunächst an die Verleihfirma zurückgegeben. Nun ist es erneut eine Initialspende, die den Erwerb ermöglicht. Seit Mitte Dezember kann dank einer Spende des Rotary Clubs Marburg Schloss in Höhe von 5.000 Euro auch der zweite Container wiedereingesetzt werden. Geplant ist, diesen ebenso wie den anderen anzukaufen und ganzjährig nutzen zu können.

„Mit der Spende für einen Wohncontainer möchte der Rotary Club Marburg-Schloss einen Beitrag leisten für die Verbesserung der Situation der Obdachlosen in Marburg, um Menschen in besonderen sozialen Problem- und Lebenslagen zu helfen“, das war unsere Motivation für die Spende, erläutert Gerhard Lips, Präsident des Clubs.     

„Wir sind sehr dankbar, dass der Rotary Club Marburg Schloss mit der großzügigen Spende dazu beiträgt, das Projekt zu stabilisieren und auszubauen“, erklärt Helmut Kretz, Fachbereichsleiter der Wohnungsnotfallhilfe. Er führt aus: „Der Container wird in der Regel durch eine Person belegt und bietet die Möglichkeit der einfachen Übernachtung und eines Rückzugsraums am Tag“. Obdachlose Menschen erhalten hier einen Raum zum Schutz vor der Corona-Pandemie und der winterlichen Wetterlage. „Die Menschen, die im Container Schutz finden, werden durch die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf betreut“, so Kretz. Ein zusätzliches Angebot sind die Schutzräume in den Containern. Hierdurch können Menschen ansatzweise versorgt werden, die aus vielfältigen Gründen andere Angebote nicht wahrnehmen können. Um die Schutzräume dauerhaft betreiben zu können, werden allerdings weitere Spenden benötigt.

Alexander Becker und Helmut Kretz, beide Diakonisches Werk Marburg-Biedenkopf; Gerhard Lips, Präsident Rotary Club Marburg-Schloss, Dr. Christian Hufeland, Pastpräsident Rotary Club Marburg-Schloss.

Du bist nicht vergessen!

Pfarrer Sven Kepper, Geschäftsführer des Diakonischen Werks, hält die Andacht bei der Gedenkfeier am Zaun.

Gedenkfeier am Zaun für verstorbene Besucher und Klienten der Wohnungsnotfallhilfe

Jedes Jahr im November gedenken die Mitarbeitenden der Wohnungsnotfallhilfe ihrer in dem Jahr verstorbenen Besucher und Klienten. Vor einigen Jahren verwandelten sie dafür den Grundstückszaun in einen Gedenkzaun. Auf einer eingeschweißten Metallplatte ist dort ein Zitat von Albert Schweitzer zu lesen: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht im Herzen seiner Mitmenschen“.

Jährlich wird der Zaun um weitere Metallplättchen ergänzt, auf denen die Vornamen der Verstorbenen stehen. „Du bist nicht vergessen“ möchten die Mitarbeitenden und Besucher der Fachberatung Wohnen und der Tagesaufenthaltsstätte für wohnungslose Menschen (TAS) damit signalisieren. Mit der Gedenkfeier am Zaun machen sie deutlich, dass jeder Mensch wertvoll und einmalig ist und es verdient, dass man sich seiner erinnert. Auch, wenn ein Leben nicht normgerecht und karriereorientiert verlaufen ist und gerade, weil wohnungslose Menschen oft ein von anderen Menschen fast unbemerktes Schattendasein führen. Nachgewiesenermaßen führen die harten Lebensumstände auf der Straße zu einem früheren Tod.

Zur Gedenkfeier am Zaun wurden neben den Besuchern und Besucherinnen der TAS auch Spender, lokale Politiker, Mitarbeitende der Stadt Marburg und weitere Kooperationspartner eingeladen. Die Andacht hielt Pfarrer Sven Kepper, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Zudem wurden einige bekannte Musikstücke abgespielt.

Pröpstin Bertram-Schäfer besucht Secondhand-Laden

„Beindruckendes Engagement und Gottvertrauen“

 

„Gebraucht tut's auch!" Das ist das Motto des Secondhand-Ladens in der Gladenbacher Marktstraße 7, den die Pröpstin für Nord-Nassau, Pfarrerin Sabine Bertram-Schäfer, jetzt besucht hat. Über 30 Ehrenamtliche bieten hier auf mehr als 200 Quadratmetern bezahlbare und aktuelle Mode für Frauen, Männer und Kinder an, erfuhr die Theologin, die seit Anfang des Jahres im Amt ist. Der Weltladen und das „Café Fair“ waren weitere Stationen ihres Besuchs in Gladenbach.

Verkauft werde im „Laden“ nur Kleidung, die man auch selbst tragen würde, berichteten Agnes Protz und Helmut Kretz vom Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf, die die Pröpstin zusammen mit Pfarrer Klaus Neumeister und dem Kreistagsvorsitzenden Detlef Ruffert – der auch der EKHN-Landessynode angehört und seitens des Kreises als „Pate“ für den Kleiderladen fungiert – das Angebot zeigten und die Arbeit erläuterten.

Die Besucherin war erstaunt angesichts des umfassenden Angebots: So entdeckte sie neben nur einmal getragener neuwertiger Konfirmationskleidung zum Beispiel Trachtenkleidung und viele Markenware. Da alle Artikel zum gleichen Preis verkauft werden – eine Herrenhose kostet unabhängig vom Hersteller immer sieben Euro, eine Damenbluse sechs Euro und ein Kinderpullover zwei Euro – könne man hier viele gute Schnäppchen machen, zeigte Agnes Protz.

Hier komme wirklich vieles Gute zusammen, stellte Sabine Bertram-Schäfer im Gespräch schnell fest: Nachhaltigkeit durch das Weiterverwenden gebrauchter Kleidung, ein auch für die Helferinnen erfüllendes wertvolles Ehrenamt, konkrete Hilfe für Einkommensschwache – die oft auch für die in einem separaten Raum vom Diakonischen Werk angebotene Beratung in allen Lebenslagen münde, wie Agnes Protz Diplom-Sozialarbeiterin betonte – sowie vielfältige Begegnungsmöglichkeiten. Hier haben beispielsweise Konfirmanden der Kirchengemeinde Praktikumseinsätze, hier können zu Öffnungszeiten Kleiderspenden abgegeben werden und hier gibt es immer am ersten Samstag im Monat den Reparaturtreff, zählte sie auf. Für dieses Angebot suche der Laden noch ehrenamtliche handwerklich geschickte Helfer.

Gut gebrauchen können die Helferinnen derzeit als Spende Kinderschuhe und -stiefel, Matsch- und Regenkleidung sowie warme Jacken für Kinder etwa ab Kindergartenalter, erfuhr die Pröpstin. Da das Lager im „Laden“ vergleichsweise klein ist, wäre hingegen Sommerbekleidung jetzt gerade nur schlecht unterzubringen.

„Vielen Dank für all das, was Sie hier für die Menschen tun!“, dankte Pröpstin Bertram-Schäfer den Gastgebern.

(Text und Fotos: Klaus Kordesch, Öffentlichkeitsbeauftragter des Dekanats Biedenkopf-Gladenbach)

Pröpstin Sabine Bertram-Schäfer (im roten Jackett) besuchte mit (v.l.) Detlef Ruffert und Klaus Neumeister den Secondhand-Laden des Diakonischen Werks
und ließ sich von Koordinatorin Angelika Miehe, Sozialarbeiterin Agnes Protz und Fachbereichsleiter Helmut Kretz die Arbeit erklären.

VR Bank Lahn-Dill spendet Diakonischem Werk neuen VW Up

Klaus Königs, Vorstandssprecher der VR Bank, übergibt Helmut Kretz den neuen VW Up

Mobilität im ländlichen Raum ist auch für Menschen in helfenden Berufen unabdingbar. Umso dankbarer sind die Mitarbeitenden im Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf, dass ihnen die VR Bank Lahn-Dill mit einem VW Up ein neues Einsatzfahrzeug im Wert von knapp 15.000 Euro gespendet hat.

Klaus Königs, Vorstandssprecher der VR Bank übergab das Fahrzeug an Fachbereichsleiter Helmut Kretz. "Gerade für uns im Hinterland ist es besonders wichtig, die Menschen auch zu Hause aufsuchen zu können", erklärte Kretz. Anders als in der Stadt gebe es auf dem Land keine "Kommstruktur", bei der die Hilfesuchenden zur Einrichtung kämen. "Wir haben hier eher eine Gehstruktur, bei der wir auf die Menschen zugehen und zu ihnen kommen", führte Kretz weiter aus.

Vor allem in der Seniorenberatung sind Hausbesuche die Regel. Darüber hinaus war es aber auch ausdrücklicher Wunsch Königs, dass das Fahrzeug für das Hinterländer Netzwerk Nachbarschaftshilfe (HiNN) eingesetzt werden soll. "Unser Anspruch als regionale Bank ist es, den Menschen, die hier leben, etwas zurückzugeben", betonte Königs. Die Auto-Spende an das Diakonische Werk erfülle diese Forderung perfekt.

Finanziert wurde das Fahrzeug über Spenden des Gewinnsparvereins Hessen-Thüringen. Dass die VR Bank Einrichtungen wie das Diakonische Werk auf dem Weg unterstützen könne, sei daher auch ein Verdienst der rund 50.000 Teilnehmer an dem Gewinnsparen, so Königs. Denn ein Teil der Loseinsätze wird genutzt, um gemeinnützige und karitative Einrichtungen und Organisationen zu unterstützen.

Laden in Marburg sucht Freiwillig Engagierte

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Weitere Infos zum Freiwilligen Einsatz bekommen Sie hier.

Ansprechpartnerin:
Regina Kustosch
Telefon: 0 64 21 - 92 47 60
E-Mail: Regina.kustosch(at)ekkw.de

Obdachlose Menschen gegen Corona geimpft

Gemeinsame Aktion von Diakonischem Werk und Impfzentrum

 

Die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werkes Marburg-Biedenkopf organisierte gemeinsam mit einem mobilen Impfteam des Impfzentrums Marburg eine Impfmöglichkeit für Menschen, die wohnungs- und obdachlos sind.

Notwendig war dies, da sich obdachlose Menschen ohne Meldeadresse nicht über das Impfzentrum des Landkreises für einen Termin registrieren konnten. Obwohl die Menschen der Prioritätsgruppe II angehören, schließt diese Tatsache eine Online-Registrierung von vornherein aus.

Eine ähnliche Problematik liegt auch in der Nutzung der Bürgertestzentren vor. Ein obdachloser Mensch berichtete den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Wohnungsnotfallhilfe, dass er, obwohl er Corona infizierte Menschen in seinem unmittelbaren Umfeld hatte, an verschiedenen Testzentren in Marburg abgewiesen wurde, weil er über keine gültige Meldeadresse verfügte.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Diakonischen Werks waren längere Zeit damit beschäftigt eine Lösung für ihre Klienten zu finden, damit diese vor einer Corona Infektion bestmöglich geschützt werden. Eine Infektion trifft Menschen, die auf der Straße leben besonders hart. Eine Möglichkeit sich zu isolieren und zu erholen besteht dort draußen faktisch nicht. So gab es bereits frühzeitig die Idee, die ehrenamtlich tätigen Ärztinnen der Einrichtung, zu denen die Menschen besonderes Vertrauen pflegen, impfen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings nicht möglich, Impfstoff zu erhalten. Auch als die Arztpraxen in die Impfkampagne einstiegen war eine Impfung der Personengruppe nicht möglich, da die Dokumentationspflicht aufgrund einer nicht vorhandenen Meldeadresse unmöglich zu erfüllen war.

Nach zwei Monaten Suche einer Lösung war es so weit. Ein mobiles Impfteam des Impfzentrums besuchte nach vorheriger detaillierter Planung die Einrichtung des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf. Zur Impfung angemeldet hatten sich 49 Personen. Nach ca. 4 Stunden waren 60 Personen geimpft. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werkes Marburg- Biedenkopf möchten sich ausdrücklich für die gute und unbürokratische Herangehensweise des Impfteams des Impfzentrums des Landkreises Marburg-Biedenkopf bedanken. Reibungslos und in guter, heiterer Atmosphäre wurde die Impfaktion durchgeführt.

Alle Teilnehmer wurden mit dem Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson geimpft. Für die betroffenen Menschen war die Impfaktion ein voller Erfolg.                                                                   

Spenden statt Geschenke

Unterstützung für das Projekt "Krank auf der Straße"

Zum eigenen Geburtstag andere Menschen beschenken: Sandra Schulte nutzte ihren runden Geburtstag um das Projekt "Krank auf der Straße" (KadS) des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf zu unterstützen. "Wenn man selbst im Leben Glück gehabt hat, kann man auch gerne teilen", ist ihr Leitmotiv. Daher bat sie ihre Geburtstagsgäste um Spenden für ein soziales Projekt anstelle von Geschenken. Stolze 1.500 € kamen auf dem Weg zusammen. Diese überreichte sie in Marburg, in der Tagesaufenthaltsstätte für wohnungsloste Menschen.

Helmut Kretz, Fachbereichsleiter und zuständig für die Wohnungsnotfallhilfe im Diakonischen Werk, ist dankbar für die finanzielle Zuwendung. "Das Projekt 'Krank auf der Straße' ist ausschließlich spendenfinanziert", erläutert Kretz. Um wohnungslosen Menschen einen besseren Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen wurde "KadS" initiiert. Denn statistisch sterben wohnungslose Männer durchschnittlich elf und Frauen acht Jahre früher.

Sandra Schulte hatte sich vor Ort eingehend erkundigt, wie das Geld verwandt wird. Im Rahmen der vorhandenen Mittel, mit ehrenamtlichem Einsatz und natürlich mit Blick auf die Bedürfnisse der Klienten konnte "KadS" aufgebaut und erweitert werden: Zweimal monatlich wird eine ärztliche Sprechstunde und je einmal pro Monat eine zahnärztliche Sprechstunde, sowie eine medizinische Fußpflege angeboten. Ein bis zweimal wöchentlich ist eine Krankenschwester in der Tagesaufenthaltsstätte. Neu ist zudem eine psychiatrische Sprechstunde und für Muskelaufbau und Mobilisation ist darüber hinaus ein Sportangebot in einer Turnhalle geplant, welches ein pensionierter Lehrer durchführen möchte. Sandra Schulte freut sich, dass sie mit ihrer Spende zum Erhalt dieses wichtigen Angebots beitragen kann. Sie spendet seit vielen Jahren sowohl in arme Regionen, wie auch an Einrichtungen, die Hilfe vor Ort praktizieren.

Für die Zukunft spielt sie mit dem Gedanken, vielleicht nochmal auf ganz andere Art etwas Gutes zu tun, beispielsweise mit einem Osterfrühstück, oder damit, ein Kulturangebot zu ermöglichen. Kretz freut sich, dass es Menschen wie Schulte gelingt, Anlässe wie diesen runden Geburtstag auch für andere Menschen sinnerfüllt zu gestalten. "Für Nachahmer sind wir jederzeit dankbar - auch für eines der zahlreichen anderen Projekte im Diakonischen Werk."