Wettbewerb Plastikfrei - Laden in Gladenbach erhält Fördermittel

Gudrun Even, Agnes Protz, Magdalene Gremm und Angelika Miehe präsentieren die neuen Stofftaschen.

Für den Einkauf im Second-Hand Laden gibt's jetzt Stofftaschen


Stofftaschen statt Plastiktüten bekommen die Kunden im Gladenbacher Second Hand Laden des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf nun einmalig kostenfrei. "Die können zu jedem Einkauf wieder mitgebracht werden", erklärt Sozialarbeiterin Agnes Protz. Ausschlaggebend für die Aktion war der Wettbewerb und die Förderung "Plastikfrei" des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Dort heißt es in der Ausschreibung: "An vielen Stellen lässt sich Plastik durch nachhaltige Alternativen ersetzen."

Davon sind auch die überwiegend ehrenamtlich Mitarbeitenden des Ladens in der Marktstraße 7 überzeugt. Sie entwickelten die Idee, Stofftaschen zu nähen und damit die gebrauchten Plastiktüten zu ersetzen, die sie bisher den Kunden für ihre Einkäufe zur Verfügung stellen. "Wir wollen umweltbewusst sein", sagt Koordinatorin Angelika Miehe. "Da ist es sinnvoll, die Plastiktüten endgültig zur Seite zu schieben."

Neben der Möglichkeit, dass auch Menschen mit schmalem Geldbeutel günstig gut erhaltene Kleidung erhalten können, ist der Umweltschutz für sie eines der Hauptanliegen eines Second-Hand-Ladens. Einkaufen kann übrigens jeder in dem Laden, bei nachgewiesener finanzieller Bedürftigkeit sogar zum halben Preis. Sein Warenangebot erhält der Laden ausschließlich über gespendete Textilien. Auch bei der Annahme der Sachspenden freuen sich die Mitarbeitenden über eine plastikmüllfreie Lösung: "Spender können die Kleidung in eigenen Behältnissen bringen, die sie hier ausleeren und direkt wieder mitnehmen können", so Agnes Protz.

Für das Projekt wurden gespendete Stoffe verwendet und darüber hinaus benötigte Materialien konnten von den 200 Euro Fördergeldern aus der Ausschreibung des Landkreises bestritten werden. Auf diesem Weg sind zunächst gut 100 Stofftaschen entstanden, die auch im Second-Hand-Laden des Diakonischen Werks in der Gutenbergstraße in Marburg an die Kunden weitergegeben werden. Die Taschen konnten durch eine Zusammenarbeit mit den sozialen Diensten der Justiz beim Landgericht Marburg im Rahmen abzuleistender Sozialstunden angefertigt werde. Dabei wurden über das Projekt hinaus auch Schlafsacktaschen für die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks und Mund-Nasen-Masken erstellt.

Fachbereichsleiter Helmut Kretz lobt die Näherin: "Sie war sehr fleißig." Und die ordentlich genähten Produkte können sich durchaus sehen lassen. Die Taschen werden im Laden noch mit einem waschbaren Stempelaufdruck versehen, mit einem Smiley und dem Slogan: "Ich schütze die Umwelt - mach mit!" Für die Produktion weiterer Taschen ist Agnes Protz noch auf der Suche nach einer ehrenamtlichen Näherin. Wer sich für die Umweltaktion einbringen möchte, kann Agnes Protz unter der Telefonnummer 06462-6558 oder per Mail unter agnes.protz@ekkw.de erreichen. Mehr Infos über den Laden in Gladenbach finden Sie hier

Räume der Tagesaufenthaltsstätte strahlen in neuem Anstrich

Gruppenbild beim Einsatz am Freiwilligentag

Einsatz am Freiwilligentag / Tag der Wohnungslosen


Wer wünscht sich nicht ab und zu einen kurzen Ausstieg aus dem Alltag? Mal einen Tag lang einfach etwas ganz anderes machen und dabei Einblicke in eine Welt erhalten, die den meisten Menschen sonst eher fremd ist. Die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung des Landkreises Marburg-Biedenkopf können dafür ihren "Freiwilligentag" nutzen. Dafür werden im Vorfeld verschiedene Projekte angeboten und jeder kann sich für eine Aktion nach Wahl entscheiden. Da der Freiwilligentag in diesem Jahr auf den "Tag der Wohnungslosen" fiel, lag es schon fast nahe, sich auch für wohnungslose Menschen einzusetzen. Vier Mitarbeitende der Kreisverwaltung waren in der Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werks in Marburg, um die Räume der Tagesaufenthaltsstätte (TAS) mit einem neuen Anstrich zu verschönern.

Susann und Ingo Speh und Stefanie Schepp haben sich bereits in den vergangenen Jahren beim Freiwilligentag engagiert und blicken auf Einsätze bei den Special Olympics, der Marburger Tafel und im Tierheim zurück. Studentin Elena Shekonova ist zurzeit Praktikantin im Fachbereich Bürgerbeteiligung und Ehrenamtsförderung in der Kreisverwaltung und konnte daher bereits bei der Organisation des Tages mithelfen. Alle vier zeigten sich dankbar, dass ihr Arbeitgeber ihnen diese Möglichkeit bietet. Susann Speh findet es spannend, andere Einrichtungen auf diesem Weg näher kennen zu lernen und zu sehen: "Was machen die, wie arbeiten die, was leisten die." Stefanie Schepp bekräftigt: "Der Tag ist immer positiv. Wenn ich Zeit habe, bin ich dabei." Natürlich wurden die Freiwilligen von den Mitarbeitenden des Diakonischen Werks unterstützt und in den Pausen verpflegt. Dabei kamen sie auch mit Besuchern der TAS ins Gespräch.

"Wir freuen uns sehr über die Mithilfe der Mitarbeitenden des Landkreises", sagte Fachbereichsleiter Helmut Kretz. "Das ist ein positives Signal für die TAS". Denn durch die Corona Pandemie sind die Angebote der Aufenthaltsstätte noch deutlich eingeschränkt. Inzwischen gibt es wieder warme Mahlzeiten in der TAS, allerdings im Zelt auf dem Außengelände und natürlich unter geltenden Hygienevorschriften. "Das heißt auch, dass sich die Besucher ihr Essen nicht selbst abholen, sondern sie werden von uns bedient - wie im Fünf-Sterne-Hotel", scherzt Sozialarbeiter Jens Schneider. Ernst setzt er hinzu: "Es ist uns sehr wichtig, dass die Menschen einmal am Tag eine gute und warme Mahlzeit bekommen." Er verdeutlicht, wie schwer das für die Klienten ist, die in der Regel eben nicht über eine Küche verfügen. Sorge bereitet ihm der Blick auf die kalte Jahreszeit, denn da wird die Zeltlösung an ihre Grenzen stoßen. Vorläufig hoffen aber alle darauf, die jetzt in der gemeinsamen Aktion "aufgehübschten" Räume der TAS bald wieder nutzen zu können.

Ingo und Susann Speh
Elena Shekonova und Stefanie Schepp

Seniorenbegegnungsstätte Biedenkopf darf wieder öffnen

Oben: Auch die Fassade der Seniorenbegegnungsstätte strahlt in neuem Glanz. Links: Die Seniorinnen und Senioren genießen das Beisammensein - natürlich mit gebotenem Abstand.

Erste Begegnung in den frisch renovierten Räumen

„Es ist gut, dass wir wieder hierherkommen dürfen“, da sind sich die Besucher der Seniorenbegegnungsstätte Biedenkopf (SBS) einig. Während der Corona-Zwangspause hat Koordinatorin Regina Gerstenberg mit den Seniorinnen und Senioren telefoniert und sie einzeln besucht. Trotzdem hat allen das Beisammensein und der gemeinsame Austausch gefehlt. Bei der Wiedereröffnung gab es einen weiteren Grund zur Freude: Zum ersten Mal konnten sich die Besucher in den frisch renovierten Räumen der Begegnungsstätte treffen.

Während der Bauphase von etwa acht Monaten konnte die SBS dankenswerterweise in den Vereinsraum der Sparkasse Marburg-Biedenkopf verlegt werden. Bürgermeister Joachim Thiemig erklärte: „Wir freuen uns, dass wir die Einrichtung wieder in Betrieb nehmen und mit Leben füllen können.“ Er dankte der gemeinnützigen Baugenossenschaft, die als Hausherrin für die Grundsanierung des in die Jahre gekommenen Gebäudes insgesamt 450.000 Euro investiert hat, davon 187.000 Euro für die SBS. Nun strahlt nicht nur die Außenfassade mit dem Schriftzug „Begegnen“ weithin, auch im Innenbereich hat sich allerhand getan: Böden, Wände und Elektroanlage wurden erneuert, der Sanitärbereich zudem behindertengerecht umgestaltet, Fenster und Türen wurden zum Teil getauscht und die Außenanlage wird noch barrierefrei gestaltet.

Möglich gemacht hat das auch ein auf viele Jahre abgeschlossener Mietvertrag mit der Stadt, die seit 52 Jahren Betreiberin der SBS ist, seit drei Jahren in Kooperation mit dem Diakonischen Werk. Thiemigs Dank ging daher auch an die Mitarbeitenden des Diakonischen Werks, vor allem an Regina Gerstenberg, die gemeinsam mit den Ehrenamtlichen für die liebevolle Ausgestaltung der Räume gesorgt hat und dafür auch Möbel- und Geldspenden erhalten hat. Dadurch war es möglich, auch die Küche komplett zu erneuern. Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk meinte: „Es ist ein Tag wie Weihnachten und Ostern zusammen“. Das Diakonische Werk habe die Zusammenarbeit mit der Stadt Biedenkopf gerne begonnen. Er dankte den Mitarbeitenden der Stadt für die Unterstützung, Begleitung und Ideen und lobte die Baugenossenschaft für die hervorragende Sanierung und Modernisierung des Gebäudes.

Norbert Wunderlich vom Vorstand der Baugenossenschaft sagte: „Dieser Aufgabe ist die Baugenossenschaft sehr gerne nachgekommen.“ Er lieferte einen kleinen Einblick in die Geschichte des Hauses, das etwa 1930 von der Stadt Biedenkopf erworben und einer Stiftung zugeführt worden sei, mit dem Ziel ein „Alters- und Siechenheim“ einzurichten. Die Umbaupläne habe jedoch der zweite Weltkrieg zunichte gemacht. In den 60er Jahren wurde das Gebäude als Stadtbücherei genutzt und 1968 zur Seniorenbegegnungsstätte umgebaut.

Geplant ist nun, dass das Gebäude noch weiteren Begegnungen dienen kann. So werden die Räume ab sofort nicht nur von den Senioren und dem Männergesangverein, sondern auch von den Suchtselbsthilfegruppen des Diakonischen Werks und dem Verein „Schau Voraus“ genutzt. Wunderlich wünscht sich, dass die Begegnungsstätte ein zentraler Ort der Zusammenkunft von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Biedenkopf wird.

Öffnungszeiten und Kontakt:

Die Seniorenbegegnungsstätte Biedenkopf in der Bachgrundstraße 24 ½ ist
montags, dienstags und mittwochs von 14 – 16:30 Uhr geöffnet. Ansprechpartnerin ist Regina Gerstenberg, Telefon während der Öffnungszeiten der SBS: 06461-2049.

Oben: Bürgermeister Joachim Thiemig erhält von Norbert Wunderlich (Baugenossenschaft) einen symbolischen Haustürschlüssel für die SBS. Dahinter Fachbereichsleiter Helmut Kretz. Rechts: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Renate Schul und Karin Potarzycki freuen sich auf ihren Einsatz in den neu gestalteten Räumen.

Defibrillator in der Tagesaufenthaltsstätte

Mobiles Gerät kann Leben retten


Das Diakonische Werk Marburg-Biedenkopf hat einen Defibrillator für seine Tagesaufenthaltsstätte (TAS) für wohnungslose Menschen bekommen. Möglich gemacht haben das ein Marburger Sponsor und die Björn-Steiger-Stiftung, deren Ziel es ist, die Notfallhilfe und das Rettungswesen in Deutschland zu verbessern.

"Wir freuen uns und sind dankbar, dass das Gerät da ist", sagte Sven Kepper, Geschäftsführer des Diakonischen Werks. Aufgrund der Vorerkrankungen ihrer Besucher hatten die Mitarbeitenden in der TAS schon länger überlegt: "Gehört in unsere Einrichtung nicht auch ein Defibrillator?" Passend zu der Aktion "Herzsicherer Landkreis" konnte nun ein solches Gerät installiert werden. Damit ist ein langgehegter Wunsch der Mitarbeitenden in Erfüllung gegangen.

Harry Leipold von der Björn-Steiger-Stiftung wies die Mitarbeitenden der TAS in die Handhabung des kleinen und mobilen Lebensretters ein. Er machte deutlich, dass ein Defibrillator lediglich eine Ergänzung zu einer grundsoliden Erste Hilfe sein kann. Zunächst gelte es, mit Hilfe von "hören und sehen" die Atmung zu überprüfen und einen Notruf auszulösen. Sollte der Einsatz des Defibrillators erforderlich sein, führt dieser selbst den Ersthelfer mit gesprochenen Anweisungen durch die einzelnen Schritte. Dabei sei das Gerät immer zum Patienten zu bringen und nicht umgekehrt.

"Es ist sinnvoll, dass so viele Leute wie möglich an den Defibrillator kommen", erläutert Fachbereichsleiter Helmut Kretz die Wahl des Standorts für das Gerät. So ist gewährleistet, dass auch der Hausmeister, der im gleichen Gebäude befindlichen städtischen Notunterkunft, Zugang hat. Somit können deren Besucher während seiner Anwesenheitszeiten mitversorgt werden. Auch die benachbarte Praxis-GmbH ist darüber informiert, dass der kleine mobile Lebensretter für den Notfall zur Verfügung steht.

Sozialarbeiter Jens Schneider und Geschäftsführer Sven Kepper mit dem Defibrillator in der TAS

Spenden statt Geschenke

Unterstützung für das Projekt "Krank auf der Straße"

Zum eigenen Geburtstag andere Menschen beschenken: Sandra Schulte nutzte ihren runden Geburtstag um das Projekt "Krank auf der Straße" (KadS) des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf zu unterstützen. "Wenn man selbst im Leben Glück gehabt hat, kann man auch gerne teilen", ist ihr Leitmotiv. Daher bat sie ihre Geburtstagsgäste um Spenden für ein soziales Projekt anstelle von Geschenken. Stolze 1.500 € kamen auf dem Weg zusammen. Diese überreichte sie in Marburg, in der Tagesaufenthaltsstätte für wohnungsloste Menschen.

Helmut Kretz, Fachbereichsleiter und zuständig für die Wohnungsnotfallhilfe im Diakonischen Werk, ist dankbar für die finanzielle Zuwendung. "Das Projekt 'Krank auf der Straße' ist ausschließlich spendenfinanziert", erläutert Kretz. Um wohnungslosen Menschen einen besseren Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen wurde "KadS" initiiert. Denn statistisch sterben wohnungslose Männer durchschnittlich elf und Frauen acht Jahre früher.

Sandra Schulte hatte sich vor Ort eingehend erkundigt, wie das Geld verwandt wird. Im Rahmen der vorhandenen Mittel, mit ehrenamtlichem Einsatz und natürlich mit Blick auf die Bedürfnisse der Klienten konnte "KadS" aufgebaut und erweitert werden: Zweimal monatlich wird eine ärztliche Sprechstunde und je einmal pro Monat eine zahnärztliche Sprechstunde, sowie eine medizinische Fußpflege angeboten. Ein bis zweimal wöchentlich ist eine Krankenschwester in der Tagesaufenthaltsstätte. Neu ist zudem eine psychiatrische Sprechstunde und für Muskelaufbau und Mobilisation ist darüber hinaus ein Sportangebot in einer Turnhalle geplant, welches ein pensionierter Lehrer durchführen möchte. Sandra Schulte freut sich, dass sie mit ihrer Spende zum Erhalt dieses wichtigen Angebots beitragen kann. Sie spendet seit vielen Jahren sowohl in arme Regionen, wie auch an Einrichtungen, die Hilfe vor Ort praktizieren.

Für die Zukunft spielt sie mit dem Gedanken, vielleicht nochmal auf ganz andere Art etwas Gutes zu tun, beispielsweise mit einem Osterfrühstück, oder damit, ein Kulturangebot zu ermöglichen. Kretz freut sich, dass es Menschen wie Schulte gelingt, Anlässe wie diesen runden Geburtstag auch für andere Menschen sinnerfüllt zu gestalten. "Für Nachahmer sind wir jederzeit dankbar - auch für eines der zahlreichen anderen Projekte im Diakonischen Werk."

Pfarrer Sven Kepper ist neuer Leiter des Diakonischen Werks

Nach der Einsegnung: Dr. Anna-Karena Müller, Pfarrerin der Elisabethkirche in Marburg, Sven Kepper, Diakoniepfarrer und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf, Oberlandes- kirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß und Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk.

Seit Anfang des Jahres hat Sven Kepper als Diakoniepfarrer im Landkreis Marburg-Biedenkopf und Geschäftsführer des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf die Nachfolge von Ulrich Kling-Böhm angetreten. Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß führte Pfarrer Kepper im Rahmen eines Gottesdienstes in der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien in Marburg in sein neues Amt ein. Als „Hausherr“ begrüßte Pfarrer Ulrich Biskamp die rund 250 Gäste und verwies auf einige Bereiche, in denen die Kirchengemeinde immer wieder besonders eng mit dem Diakonischen Werk zusammenarbeite. Auch die Oberlandeskirchenrätin erklärte, dass Diakonie und Kirche untrennbar verbunden seien: „Diakonie ist die Praxis, die Tat des Glaubens.“ Sie wünschte Kepper für sein Amt Kraft, Zuversicht und Fantasie, um die vor ihm liegenden Aufgaben gut zu bewältigen. Außerdem wünschte sie ihm das Vertrauen, dass Gott das seine dazu tut. Gemeinsam mit Dr. Anna-Karena Müller, Pfarrerin der Elisabethkirche, und Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk, segnete Brinkmann-Weiß den neuen Diakoniepfarrer ein.

Kepper, der in Wetter lebt und zuvor je eine halbe Stelle bei der Telefonseelsorge Marburg und als Gemeindepfarrer im Ebsdorfergrund hatte, freut sich auf die vor ihm liegenden Aufgaben. Besonders reizvoll findet der 54-jährige die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote, die das Diakonische Werk an insgesamt acht Standorten im Landkreis Marburg-Biedenkopf für hilfesuchende Menschen bereithält. Einen großen Schatz sieht der verheiratete Vater von zwei Söhnen dabei vor allem in den Begabungen der Mitarbeitenden und deren Profession und hoher fachlicher Kompetenz in den einzelnen Bereichen. 114 hauptamtlich Beschäftigte und mehr als 200 ehrenamtlich Tätige setzten sich derzeit in gut funktionierenden Teams für das Diakonische Werk ein. Eine der großen Herausforderungen sei es, die Finanzierung dieser diakonischen Angebote auch künftig sicherzustellen. Hier seien neben der Kirche immer wieder auch die Verantwortlichen aus Politik und Gesellschaft gefragt.

In seiner Predigt fand Kepper mit Blick auf Ökologie und Ökonomie ausgesprochen aktuelle Bezüge zu einem Text aus Jeremia 14, Vers 1 bis 9. Der Bibeltext über eine große Dürre stellt die Frage nach der Schuld der Menschen und danach, wo Gott eigentlich mitten in diesem Elend ist. Kepper führte aus, dass es bei heutigen Umweltkatastrophen ebenfalls wichtig ist, den menschengemachten Teil daran zu erkennen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Er kam zu dem Schluss, dass wir Gott überall begegnen können und sagte: „Im Vertrauen auf ihn können wir die richtigen Schritte tun.“ Gemeinsam mit Mitarbeitenden aus dem Diakonischen Werk hielt er zum Abschluss das Fürbittengebet. Nach dem Gottesdienst konnten die Gäste, darunter auch Vertreter aus der Politik, den Kirchengemeinden und der Diakonie Hessen, noch persönlich ihre Grußworte überbringen und in gemütlicher Runde bei einem kleinen Imbiss verweilen.

Besucher des Gottesdienstes
Pfarrer Sven Kepper wird von Pfarrerin Dr. Anna Karena Müller, Oberlandeskirchenrätin Claudia Brinkmann-Weiß und Fachbereichsleiter Helmut Kretz eingesegnet.
Fürbittengebet mit Pfarrer Ulrich Biskamp, Fachbereichsleiter Dieter Schmitz, Pfarrer Sven Kepper, Julia Störmer und Alexander Becker, Mitarbeitende im Diakonischen Werk und Fachbereichsleiter Frank Harries.