Minister Thomas Schäfer besucht Café Hand in Hand in Gönnern

Thomas Schäfer und sein ehemaliger Arbeitskollege Hans Fischer

Ein Sommerinterview mit dem hessischen Finanzminister Doktor Thomas Schäfer (CDU) konnten die Besucher des Café „Hand in Hand“ in Gönnern erleben. Anlässlich des fünften Geburtstages vom Café besuchte der Politiker die Einrichtung des Diakonischen Werks im Altenpflegeheim „Assmanns Mühle“ und ließ sich gerne auf die spontane Fragerunde ein. Diplom-Sozialarbeiterin Diana Gillmann-Kamm erklärte, dass Café sei eben immer wieder für Überraschungen gut, auch für überraschende Begegnungen. So war Hans Fischer unter den Gästen, ein ehemaliger Arbeitskollege von Thomas Schäfer, aus der Zeit als dieser noch Lehrling bei der Sparkasse gewesen ist. Fischer hatte eigens für diesen Anlass Lieder auf seiner Harmonika eingeübt und sorgte damit für die musikalische Untermalung des Nachmittags. „Wer zuhause bleibt, kann diese wunderbaren Begegnungen im Café nicht erleben“, so Gillmann-Kamm. Sie wünschte sich, dass noch mehr Menschen den Mut finden ins Café zu kommen und dafür gegebenenfalls im Diakonischen Werk nach einem Fahrdienst anfragen.

Fachbereichsleiter Helmut Kretz fungierte beim „Sommerinterview“ als Moderator. Er fragte den Finanzminister unter anderem, wieviel Geld dieser schon mal auf einem Haufen gesehen habe; ob sein Nachname auf tatsächliche Schäfer unter seinen Vorfahren hindeute und wie viele Kilometer er beim Biedenkopfer Grenzgang mitlaufen wolle. So erfuhren die Gäste witzige Anekdoten und hörten zum Teil recht Persönliches von dem Minister, beispielsweise worüber er sich am meisten freut, wenn er ins Hinterland kommt. Aber auch Fragen nach der Rentenanpassung, klimafreundlichem Reisen für Politiker und der Umgehungsstraße in Breidenbach beantwortete Schäfer souverän.

Wie es sich für einen Finanzminister gehört, brachte er zudem eine Spende für das Café mit. Er überreichte Gillmann-Kamm 500 Euro aus Lottomitteln. Diese hat bereits Ideen für die Verwendung der Mittel. Sie möchte für das Café eine sogenannte „Veeh Harfen“ anschaffen, leicht zu bedienende Instrumente, welche von jedermann gespielt werden können. 

Näher Informationen zum Café und seinem wöchentlichen Programm finden Sie hier.

Verkehrswacht spendet Fahrräder

Daniel Simmer, Stephan Bäcker, Gerhard Stark und Karl-Heinz Simmer

Die Jugendverkehrsschule Dautphetal spendete dem Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf für das Fahrradprojekt zwölf ausrangierte Kinderfahrräder. Als Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, welche die Jugendverkehrsschule betreut, freuten sich Klaus Schnitzky und Volker Plewka, dass sie mit den Rädern dieses Projekt unterstützen konnten.

Der Leiter der Jugendverkehrsschule, Stephan Bäcker, übergab Sozialarbeiter Daniel Simmer die 20 und 24 Zoll großen Fahrräder an der Jugendverkehrsschule, wo schon Generationen von Schulkindern ihren „Fahrradführerschein“ gemacht haben. Bevor gespendete Fahrräder an finanziell bedürftige Menschen weitergegeben werden, überprüfen Gerhard Stark und Karl-Heinz Simmer diese auf ihre Fahrtauglichkeit und reparieren sie, sofern erforderlich. Bei den kleinen Drahteseln der Verkehrswacht, die sich unter anderem eine verbesserte Sicherheit im Straßenverkehr zum Ziel gesetzt hat, bestand da freilich wenig Handlungsbedarf. Zwei der Räder haben bereits einen neuen Besitzer gefunden.

Helmut Kretz, Fachbereichsleiter im Diakonischen Werk, freut sich, dass die Fahrradwerkstatt so gut Fahrt aufgenommen hat. „Wir sind froh, dass wir zwei so fachlich versierte ehrenamtlich Mitarbeitende gewinnen konnten, die sich sowohl um die Reparaturen wie auch um die Weitergabe der Räder kümmern“, so Kretz. „Dankbar sind wir auch allen Spendern, die das Projekt mit zahlreichen Damen- und Herrenrädern unterstützt haben. Die Kinderräder der Verkehrswacht sind da eine optimale Ergänzung zu dem Angebot.“ Er ist sich sicher, dass die Räder den Kindern, die sie nun erhalten werden, noch lange Freude bereiten. Wer sich mithilfe eines Fahrrads etwas mehr Mobilität wünscht, aber nur über ein kleines Einkommen verfügt, kann sich gerne im Diakonischen Werk, Mühlweg 23 in Biedenkopf melden. Ausgabe der Räder ist montags von 14 – 15:30 Uhr. Ansprechpartner bei weiteren Fragen ist Daniel Simmer, Telefon 06461-95400.

Was geht mit wenig Geld - Neuauflage wird vorgestellt

„Was geht mit wenig Geld“ heißt die Broschüre des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf, die nun zum 3. Mal aktualisiert und neu aufgelegt werden konnte. „Die Broschüre ist der einzige Wegweiser, in dem ein Großteil aller Angebote für Menschen mit kleinem Einkommen in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammengestellt sind“, so Ulrich Kling-Böhm, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf. Der Leser findet hier sowohl Beratungsangebote zu finanziellen Fragen, als auch konkrete Möglichkeiten für günstige Einkäufe oder kulturelle Teilhabe. Kling-Böhm begrüßt die Zusammenarbeit mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, der die Druckkosten für die 2.000 Exemplare übernommen hat. Dass die gedruckte Fassung auch in Zeiten von Internet und Smartphone ihre Berechtigung hat, darüber sind sich alle Beteiligten einig. Die vorherigen Auflagen der inzwischen 48 Seiten starken A 5 Broschüre waren jeweils schnell vergriffen.  

Joachim Hikade, stellvertretender Leiter des KreisJobCenters bezeichnete den Wegweiser als umfassend und übersichtlich. Er sagte: „Für Leute mit dauerhaft geringem Einkommen ist das eine gute Hilfe“. 1. Kreisbeigeordneter Marian Zachow sieht in der Broschüre ebenso einen Wegweiser und Türöffner für Betroffene und Berater, wie auch eine Vermesser der sozialen Landschaft im Landkreis. „Beim Durchblättern stellt man fest, wie weit das Feld der sozialen Angebote ist“, sagte Zachow. Auch beim „Schmökern“, also bei nicht gezielter Suche, lasse sich hier etwas finden.

Die Broschüre wurde inzwischen an verschiedene Kommunen, Einrichtungen und Institutionen verteilt. Geplant ist zudem sie an Kirchengemeinden, Schulen, Kindertagesstätten und Vereine weiterzugeben. Digital kann die Broschüre hier heruntergeladen werden.

Helmut Kretz, Judith Traxel und Ulrich Kling-Böhm vom Diakonischen Werk gemeinsam mit Marian Zachow, 1. Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf, und Joachim Hikade, stellvertretender Leiter vom KreisJobCenter

Dringende Bitte um Hilfe!

Verstanden werden und satt werden – dazu reicht es leider nicht mehr!

Weit über 400 geflüchtete Menschen sind 2017 bereits erstmals in die Beratungen des Diakonischen Werks Marburg-Biedenkopf gekommen. Vorwiegend natürlich in die Flüchtlings- und Migrationsberatung, aber auch in die Sozialberatung, die Erziehungsberatung, die Schwangerenberatung und die Suchtberatung. Dazu kommen all diejenigen, die bereits seit 2016 oder gar früher unsere Beratungen in Anspruch nehmen. Viele haben erstaunlich schnell und gut Deutsch gelernt. Für den Alltag reicht es in der Regel. Aber um tiefer gehende Probleme äußern und bearbeiten zu können, braucht es immer noch Dolmetscher. Eine qualifizierte Dolmetscherstunde kostet in der Regel mindestens ca. 35,-- Euro, oft mehr. In der Regel gibt es niemanden, der die Kosten übernimmt. Also tun wir das aus Spendenmitteln. 2017 haben wir dafür bis jetzt 1.500,-- Euro erhalten, aber bis Ende Juli schon 2.100,-- Euro aufwenden müssen, trotz größter Sparsamkeit. Wir brauchen dringend etwa 100 Menschen, die uns jeweils eine Dolmetscherstunde zu 35,-- Euro spenden!

Ähnlich sieht es mit den Lebensmittelpaketen aus, die wir für Bedürftige, die durch alle Raster fallen und auch gerade „Tafelpause“ (ja, das gibt es!) haben, bereitstellen. Auch da benötigen wir dringend 100 Menschen, die uns Wochenendpakete für ca. 10,-- Euro spenden!

Bitte spenden Sie auf unser Konto: IBAN DE81 5206 0410 0002 8001 01, Kontoinhaber: Kirchenkreisamt Kirchhain – Marburg  Verwendungszweck:  Spende DWMB Dolmetscher oder Spende DWMB Lebensmittel. Wenn Sie beim Verwendungszweck auch ihre Straße, Hausnummer und Postleitzahl angeben (Beispiel: Spende DWMB Dolmetscher Haspelstr. 5 35037), senden wir Ihnen gern eine Spendenbestätigung zu!