Herbstsammlung des Diakonischen Werkes

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freundinnen und Freunde der Diakonie,

„sich regen bringt Segen“ lautet ein altes Sprichwort. Wenn wir unser Leben frei gestalten wollen, müssen wir in Bewegung bleiben, Kontakte knüpfen, aktiv sein. Nicht allen Menschen ist das gleichermaßen möglich. Barrieren hindern sie daran, beweglich zu sein oder sich beweglich zu fühlen: Sprachbarrieren, körperliche oder seelische Handicaps, soziale Einschränkungen. Um sich regen zu können und damit das eigene Leben in die Hand zu nehmen, braucht es oft Hilfe von außen.

In den Kirchengemeinden und bei den Mitarbeitenden der regionalen diakonischen Werke finden diese Menschen ein offenes Ohr und erhalten Hilfestellungen - wenn es nötig ist, auch materielle Hilfeleistungen. Leitender Gedanke dabei ist die "Hilfe zur Selbsthilfe". Wir wollen gemeinsam in Bewegung kommen mit den Menschen, die unsere Hilfe suchen, damit sie ihr Leben (wieder) selbst in die Hand nehmen und rege am Leben der Gesellschaft teilnehmen können.

Bitte beteiligen Sie sich an der Herbstsammlung der Diakonie Hessen und unterstützen Sie damit die Arbeit der regionalen Diakonischen Werke. Es gibt immer noch wichtige Bereiche, für die die Mittel von Staat und Kirche nicht ausreichen. Dafür bitten wir um Ihre Spenden.

Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit 

Spendenkonto:
VR Bank Biedenkopf-Gladenbach eG
IBAN: DE24 5176 2434 0000 0503 00 / BIC: GENODE51BIK
Verwendungszweck: Diakonie-Sammlung

Krank auf der Straße

Ursula Schneider und Sieglinde Döring

Projekt für wohnungslose Menschen

Was bedeutet es eigentlich im Alltag, wohnungslos zu sein? Ohne geschützten Rückzugsraum, ohne wärmende Heizung und ohne fließendes Wasser. Bei allen verschiedenen Schicksalsschlägen haben diese Menschen eines gemeinsam: Solche Lebensumstände machen krank. Wer täglich seine Existenz sichern muss, achtet kaum auf seinen eigenen Körper und hat fast keinen Kontakt zu medizinischen Angeboten. Die Statistik zeigt: Wer arm ist, stirbt früher. Bei Männern sind es elf Jahre und bei Frauen acht Jahre.

Um wohnungslosen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, hat das Diakonische Werk vor über 25 Jahren in Marburg zur „Fachberatung Wohnen“ die Tagesaufenthaltsstätte (TAS) eingerichtet. Im Sommer an fünf und im Winter an sechs Tagen können die Besucher hier frühstücken, ein preisgünstiges Mittagessen erhalten, duschen, sowie ihre Wäsche waschen und trocknen. Bei Bedarf erhalten sie neue Kleidung, Zelt, Isomatte oder Schlafsack. Zwei Ärztinnen bieten ehrenamtlich zweimal im Monat eine Sprechstunde an.

Durch Fördermittel für das Projekt „Krank auf der Straße“ konnte das Angebot mit einer Krankenschwester erweitert werden. Ursula Schneider, Mitarbeiterin der Diakoniestation Marburg, ist stundenweise im Einsatz. Sie sagt: „Als man an mich das Projekt  ‚Krank auf der Straße‘ herantrug fühlte ich mich gleich angesprochen und die Neugier wurde in mir geweckt. Berührungsängste wegen des Klientels hatte ich nicht, da jeder Hilfe und Unterstützung verdient, um sein Leben zu meistern. Ich komme montags und jeden zweiten Mittwoch hierher. Ich werde schon auf der Straße herzlichst von den Menschen hier begrüßt. Meine Aufgabe ist das Beraten in pflegerischen, medikamentösen und sozialen Bereichen. Messen des Blutdruckes und des Blutzuckers. Wunden verbinden. Bei Schmerzen soweit wie möglich mit Salben zu helfen oder auf einen Arzt zu verweisen.“

Die Besucher der Tagesaufenthaltsstätte wissen die medizinische Versorgung zu schätzen. Sieglinde Döring (im Bild rechts) sagt: „Das Wichtigste ist, dass ich meine Tabletten in der TAS habe und hier auffüllen, beziehungsweise wochenweise stellen kann. Ich komme regelmäßig seit 1998 in die TAS und kann daher hier immer zuverlässig meine Tabletten nehmen. Die Ärztinnen, die hier sind, sind sehr gut und gehen auf die Probleme ein, die ich habe. Sie erklären mir die Befunde meines Hausarztes, wenn ich sie nicht verstehe. Ich kann die Befunde hier kopieren und hinterlegen. Gut finde ich, dass hier auch mein Blutdruck und meine Zuckerwerte hin und wieder mal gemessen werden.“

Die Fördermittel für das Projekt „Krank auf der Straße“ sind begrenzt. Um wohnungslosen Menschen in der TAS dauerhaft den Zugang zu medizinischer Versorgung und gesundheitlicher Vorsorge anzubieten, bittet das Diakonische Werk um Spenden. Zuwendungsbestätigungen werden selbstverständlich gerne erstellt.

Spenden bitte mit dem Vermerk: 

DWMB „Krank auf der Straße“
auf das Konto des Kirchenkreisamtes Kirchhain-Marburg:
Evangelische Bank eG
IBAN: DE81 5206 0410 0002 8001 01

Spenden

Unsere Arbeit ist auf Spenden angewiesen: Helfen Sie uns helfen!

Die allermeisten unserer Beratungs- und Hilfsangebote sind für die betroffenen Menschen kostenlos. Und wir helfen oft da, wo andere Grenzen setzen müssen. So können zum Beispiel Bedürftige, die bei der Tafel "pausieren" müssen, bei uns kostenlos Lebensmittel erhalten.

Mit relativ kleinen Beträgen kann viel bewirkt werden:

  • 10 Euro - damit können wir ein Lebensmittelpaket für eine Familie anschaffen
  • 25 Euro - helfen oft schon als Zuschuss zu den Fahrtkosten, um eine genehmigte Mutter-Kind-Kur antreten zu können
  • 35 Euro - und schon ist eine Stunde Beratung für Menschen in Armut oder Flüchtlinge finanziert
  • 50 Euro - helfen, um Wohnungslosen mit einem Schlafsack zu unterstützen

Das sind nur wenige Beispiele aus unserem breiten Spektrum von Hilfsangeboten für Menschen in Not. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Unser Spendenkonto:

IBAN: DE 81 5206 0410 0002 8001 01
BIC: GENODEF1EK1

Kontoinhaber: KKA Kirchhain-Marburg

Verwendungszweck: Spende DWMB

     

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die unsere diakonische Arbeit unterstützen.

Institutionelle Unterstützer:

Bäckerei Steitz, Weimar-Wenkbach