Mit Spenden für Lebensmittelpakete zielgerichtet helfen

Was tun, wenn der Kühlschrank leer und der Hunger groß ist, aber der nächste Zahlungseingang auf dem Konto noch meilenweit entfernt ist? Immer wieder kommen Menschen in besonderen Notsituationen zu den Sozialarbeitern im Diakonischen Werk Marburg-Biedenkopf. Egal, ob es durch einen sehr spät gestellten Antrag auf staatliche Sozialleistungen, den Abtrag von Schulden oder die ungeplante Reparatur der defekten Waschmaschine zum finanziellen Engpass kommt: „Das Menschen buchstäblich nichts zum Essen im Haus haben ist nicht so selten, wie man in einem Sozialstaat wie Deutschland vielleicht erwarten würde“, weiß Geschäftsführer Ulrich Kling-Böhm.

Finanzielle Hilfen gibt es im Diakonischen Werk in Marburg nicht. Stattdessen wird jeder Einzelfall geprüft und in Notsituationen ein Lebensmittelpaket ausgegeben, mit dem den Empfängern zielgerichtet und wirkungsvoll geholfen wird.

In zwei Größen gibt es die Pakete, für Alleinstehende und Paare oder für Familien. Sie beinhalten haltbare Lebensmittel wie Knäckebrot, Marmelade und Konserven, für Familien zusätzlich noch Mehl, Milch und Zucker. Und zu Weihnachten wird gerne mal eine besondere Überraschung mit eingepackt.

Für diese direkten und unbürokratischen Hilfen fehlt jedoch eine Gegenfinanzierung. Mit Ihrer Spende können Sie dazu beitragen, dieses wichtige Angebot zu erhalten. Ein kleines Lebensmittelpaket hat einen Gegenwert von etwa 6 Euro, ein großes von etwa 10 Euro.

Jede Spende hilft! Wir danken Ihnen für Ihre Verbundenheit.

Spendenkonto:

Evangelische Bank
IBAN: DE81 5206 0410 0002 8001 01
Kontoinhaber: Kirchenkreisamt Kirchhain - Marburg
Verwendungszweck: DWMB Lebensmittelpakete

Krank auf der Straße

Ursula Schneider und Sieglinde Döring

Projekt für wohnungslose Menschen

Was bedeutet es eigentlich im Alltag, wohnungslos zu sein? Ohne geschützten Rückzugsraum, ohne wärmende Heizung und ohne fließendes Wasser. Bei allen verschiedenen Schicksalsschlägen haben diese Menschen eines gemeinsam: Solche Lebensumstände machen krank. Wer täglich seine Existenz sichern muss, achtet kaum auf seinen eigenen Körper und hat fast keinen Kontakt zu medizinischen Angeboten. Die Statistik zeigt: Wer arm ist, stirbt früher. Bei Männern sind es elf Jahre und bei Frauen acht Jahre.

Um wohnungslosen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, hat das Diakonische Werk vor über 25 Jahren in Marburg zur „Fachberatung Wohnen“ die Tagesaufenthaltsstätte (TAS) eingerichtet. Im Sommer an fünf und im Winter an sechs Tagen können die Besucher hier frühstücken, ein preisgünstiges Mittagessen erhalten, duschen, sowie ihre Wäsche waschen und trocknen. Bei Bedarf erhalten sie neue Kleidung, Zelt, Isomatte oder Schlafsack. Zwei Ärztinnen bieten ehrenamtlich zweimal im Monat eine Sprechstunde an.

Durch Fördermittel für das Projekt „Krank auf der Straße“ konnte das Angebot mit einer Krankenschwester erweitert werden. Ursula Schneider, Mitarbeiterin der Diakoniestation Marburg, ist stundenweise im Einsatz. Sie sagt: „Als man an mich das Projekt  ‚Krank auf der Straße‘ herantrug fühlte ich mich gleich angesprochen und die Neugier wurde in mir geweckt. Berührungsängste wegen des Klientels hatte ich nicht, da jeder Hilfe und Unterstützung verdient, um sein Leben zu meistern. Ich komme montags und jeden zweiten Mittwoch hierher. Ich werde schon auf der Straße herzlichst von den Menschen hier begrüßt. Meine Aufgabe ist das Beraten in pflegerischen, medikamentösen und sozialen Bereichen. Messen des Blutdruckes und des Blutzuckers. Wunden verbinden. Bei Schmerzen soweit wie möglich mit Salben zu helfen oder auf einen Arzt zu verweisen.“

Die Besucher der Tagesaufenthaltsstätte wissen die medizinische Versorgung zu schätzen. Sieglinde Döring (im Bild rechts) sagt: „Das Wichtigste ist, dass ich meine Tabletten in der TAS habe und hier auffüllen, beziehungsweise wochenweise stellen kann. Ich komme regelmäßig seit 1998 in die TAS und kann daher hier immer zuverlässig meine Tabletten nehmen. Die Ärztinnen, die hier sind, sind sehr gut und gehen auf die Probleme ein, die ich habe. Sie erklären mir die Befunde meines Hausarztes, wenn ich sie nicht verstehe. Ich kann die Befunde hier kopieren und hinterlegen. Gut finde ich, dass hier auch mein Blutdruck und meine Zuckerwerte hin und wieder mal gemessen werden.“

Die Fördermittel für das Projekt „Krank auf der Straße“ sind begrenzt. Um wohnungslosen Menschen in der TAS dauerhaft den Zugang zu medizinischer Versorgung und gesundheitlicher Vorsorge anzubieten, bittet das Diakonische Werk um Spenden. Zuwendungsbestätigungen werden selbstverständlich gerne erstellt.

Spenden bitte mit dem Vermerk: 

DWMB „Krank auf der Straße“
auf das Konto des Kirchenkreisamtes Kirchhain-Marburg:
Evangelische Bank eG
IBAN: DE81 5206 0410 0002 8001 01

Spenden

Unsere Arbeit ist auf Spenden angewiesen: Helfen Sie uns helfen!

Die allermeisten unserer Beratungs- und Hilfsangebote sind für die betroffenen Menschen kostenlos. Und wir helfen oft da, wo andere Grenzen setzen müssen. So können zum Beispiel Bedürftige, die bei der Tafel "pausieren" müssen, bei uns kostenlos Lebensmittel erhalten.

Mit relativ kleinen Beträgen kann viel bewirkt werden:

  • 10 Euro - damit können wir ein Lebensmittelpaket für eine Familie anschaffen
  • 25 Euro - helfen oft schon als Zuschuss zu den Fahrtkosten, um eine genehmigte Mutter-Kind-Kur antreten zu können
  • 35 Euro - und schon ist eine Stunde Beratung für Menschen in Armut oder Flüchtlinge finanziert
  • 50 Euro - helfen, um Wohnungslosen mit einem Schlafsack zu unterstützen

Das sind nur wenige Beispiele aus unserem breiten Spektrum von Hilfsangeboten für Menschen in Not. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung!

Unser Spendenkonto:

IBAN: DE 81 5206 0410 0002 8001 01
BIC: GENODEF1EK1

Kontoinhaber: KKA Kirchhain-Marburg

Verwendungszweck: Spende DWMB

     

Wir bedanken uns herzlich bei allen Spenderinnen und Spendern, die unsere diakonische Arbeit unterstützen.

Institutionelle Unterstützer:

Bäckerei Steitz, Weimar-Wenkbach