Gesundheitsprojekt "Krank auf der Straße"

Wer täglich seine Existenz sichern muss, achtet nicht auf Krankheiten. Die Lebensumstände draußen auf der Straße machen krank. Diese Menschen haben kaum Zugang zu medizinischen Angeboten und häufig kommen Abhängigkeitserkrankungen dazu, die in eine Abwärtsspirale führen. Wer arm ist stirbt früher, viel früher. Statistisch gesehen sind es bei wohnungslosen Männern 11 Jahre und bei Frauen 8 Jahre.

 

Wer nimmt unser Angebot in Anspruch?

  • Kranke Menschen, die auf der Straße leben und über das Angebot des Tagesaufenthaltes erreicht werden

  • Menschen, die das medizinische Regelsystem aus verschiedenen Gründen nicht nutzen möchten

  • Personen, die anonym bleiben wollen

  • Menschen, die nicht krankenversichert sind

Unsere bisherigen Angebote:

  • Wir bieten in einem Medizinraum eine ärztliche Sprechstunde an, die zweimal im Monat von ehrenamtlich tätigen Ärztinnen durchgeführt wird

  • Besucher können in unserer Einrichtung duschen, neue Kleidung erhalten und Wäsche waschen

  • Wir können ggf. Zuzahlungen zu Medikamenten, Behandlungen und Sehhilfen leisten, die nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen werden

  • Eine Krankenschwester ist zweimal pro Woche in unserem Tagesaufenthalt im Einsatz. Neben kleineren Verbänden und Wundversorgungen kann eine erste Einschätzung für eine Weiterbehandlung gegeben werden sowie, wenn gewünscht, eine Weitervermittlung zu Ärzten und Kliniken erfolgen.

Für diese "Krankenschwestersprechstunde" konnten wir die Diakoniestation Marburg als Kooperationspartner gewinnen.

  • Einmal im Monat findet eine Zahnarztsprechstunde statt.

  • Medizinisch-podologische Versorgung (Fußpflege)

Alle Angebote sind nicht gegenfinanziert. Sie weden durch Eigenmittel und freie Spenden ermöglicht. Wenn Sie unsere Angebote unterstützen möchten, erhalten Sie hier weitere Informationen.

Bericht der Oberhessischen Presse zum Projekt "Krank auf der Straße"

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